Der Flug der Schmetterlinge

Menschen zu verstehen ist ein Geschenk.
Doch Kommunikation findet heute nicht mehr von Mensch zu Mensch statt,
sondern auf diversen digitalen Plattformen.
Da ist nicht nur die Distanz zum Mitmenschen größer,
es wächst in gleichem Maße auch der Abstand zu Anstand und Moral.
Verstehen schafft Vertrauen, beides wächst in der Stille.

Der Flug der Schmetterlinge

Liebe ist leiseDer lange WegWas kostet die WeltAlles hat seine ZeitMüde KlabautermannDas RaubtierZieh`den SteckerGestern warDie LektionDer KünstlerSo einfach, so schönMeine WahlDer Flug der SchmetterlingeHarte TageSo lange ich leb´Bis zum Schluss


Jan und Lucy sehen sich zum ersten Mal auf einem Festival und vom ersten Augenblick an fühlen sie sich fest verbunden. Eine Trennung scheint nicht möglich, sind sie doch augenblicklich eingewebt in einem Kokon aus Farben.

Liebe ist leise

Sie liegt, sie liegt faul vor ihrem Zelt,
sie hört, sie hört  die Band von fern, die ihr so sehr gefällt
Sie schaut nicht nach links, sie schaut nicht nach rechts,
sie hält sich nur  an einem Jever fest.

Er liegt, er liegt faul vor seinem Zelt
Er schaut, er schaut zu ihr, was sie von ihm bloß so hält
Sie ist ihm vertraut, obwohl er sie gar nicht kennt
Die Band ist gut, es kribbelt und er denkt:

Liebe ist leise, Liebe ist still
Auf ihre Art und Weise, macht sie nur, was sie will.
Liebe ist leise, kommt oft auf den ersten Blick
auf geile Art und Weise, der ganz große Kick

Er sagt Hallo, ich bin der Jan und wer bist Du
Er sieht, sie umklammert ihren kleinen grünen Freund
Sie dreht sich zu ihm, traurige Augen schauen ihn an
Dann geht sie zu ihm und lehnt sich an

Liebe ist laut, Liebe ist wild
Ihr Hunger nach Sehnsucht bleibt erst ungestillt.
Liebe macht taub, Liebe macht blind
Zwei Seelen auf der Suche, in einem großen Labyrinth

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Ein Laster aus der Vergangenheit wirft noch einen Schatten auf Lucys  Seele. Es fällt ihr nicht leicht sich von den alten Dämonen zu befreien.
Aber so ist das Leben.

Der lange Weg

Der lange Weg, durch die dunkle Nacht
Nicht mehr lang, dann haben wir’s vollbracht
Schwere Zeit, so hatten wir gedacht
doch hat das Leben uns nun ausgelacht

Doch Freude auch, je nach Akzeptanz
zu verstehen, dass Liebe erst gepflanzt
die schönsten Blüten treiben ganz allein
im Klang des Windes Tanz hinein

So wie der Schmerz und die schwere Last
die Du Dir selbst bereitet hast
Wo jeder Stein quer im Wege liegt
und jeder einzelne ne Tonne wiegt

Und ich lauf und ich lauf und ich komme nicht an
Wie ich auch schnauf und ich brauch, zieht es mich in seinen Bann
Wohin es geht, wer dort steht, weiß keiner genau
die Herren der Zeit malen sie wieder grau
So ist das Leben

Doch hast Du Dich selbst erstmal befreit,
von Fesseln, selbst erschafftem Leid
von nun an ist es wieder beschwingt
das Herz tanzt die Seele singt

Hab gut acht dieser Augenblick
ist nicht zu halten, auch mit keinem Strick
Des Lebens Hinterhalt, wartet ganz genau
auf neuen Wegen nicht dem falschen trau

Und ich lauf und ich lauf und ich komme nicht an
Wie ich auch schnauf und ich brauch, zieht es mich in seinen Bann
Wohin es geht, wer dort steht, weiß keiner genau
die Herren der Zeit malen sie wieder grau
So ist das Leben

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Jan und Lucy sind jung, frei und durstig nach Abenteuern. Hier, jetzt und heute zählt. Sie können alles, sie wollen alles und sie kriegen alles.

Was kostet die Welt

Dann mal los sagt Jan zu ihr, es wird Zeit, um zu fliehen
Pack´ zusamm´n das wird nix hier, lass uns durch ferne Länder ziehen
Will an die Niagarafälle und nach Washington
Vorher klettern wir  auf die Schnelle einmal auf den Kölner Dom

Lucy sagt mit feuchten Augen, ich glaub´ ich trau mich nicht
Zum Vagabund werd ich nicht taugen, was ist wenn ich Heimweh krieg
Jan du musst mir eins versprechen, lass mich niemals los
Dann werd´ ich den Rucksack packen –  3  2   1 und los

Was kostet – was kostet  – was kostet  denn die Welt,
wir werden alles nehmen, haben volles Programm bestellt
volle Taschen, voll mit  Leben – voll mit jeder Menge Mut
Was kostet – was kostet uns die Welt.
Ich krieg vom Leben nicht genug, lass uns mal zur Nasa jetten
da geht grad so´n Raketenflug, da  werden wir  mal schnell einchecken
Zum Mond zum Mars ist einerlei, Ich will die  Welt umarmen
Beim Piloten ist der Rücksitz frei, der Countdown läuft

Was kostet – was kostet  – was kostet  denn die Welt,
wir werden alles nehmen, haben volles Programm bestellt
volle Taschen, voll mit  Leben – voll mit jeder Menge Mut
Was kostet – was kostet uns die Welt.

Tanzen auf der großen Mauer
Party im  Monsum-Regen-Schauer
Klettern im Himalaja
Surfen auf Hawaii

Was kostet – was kostet  – was kostet  denn die Welt,
wir werden alles nehmen, haben volles Programm bestellt
volle Taschen, voll mit  Leben – voll mit jeder Menge Mut
Was kostet – was kostet uns die Welt.

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Das Leben gleicht einer Schiffsreise. In jedem Hafen kommen neue Crew-Mitglieder an Bord, andere verlassen uns, einige für immer.
Aber am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende (Oscar Wilde)

Alles hat seine Zeit

Die Reise war schnell gebucht, eingecheckt   –  all inclusive
Unser Schiff macht schnell Fahrt, immer geradeaus  –   tagein, tagaus
Tatendrang und  Lebenskraft, voll im Saft  –  Leidenschaft
Dann der erste Hafen, ein kleiner Passagier –   steigt  von der Pier

Eisberg in Sicht, Schlingerkurs, Brücke  in Not – hartes Brot
Wellengang, tosende See, knapp am Eisberg vorbei – Mannschaft o.k.
Das Deck geschruppt,  von Lasten befreit – und wieder bereit
Wind von hinten, Sonne von vorn  –  wiedergebor´n

Stunden, Tage, Jahre auf dem Sonnendeck,
selten – ,  mal was – , selten mal was durchgecheckt
Alles hat –  seine Zeit – , alles kommt und geht vorbei
Das geht richtig nach vorn, vor uns ist alles ist frei
Nur  dann und wann  in einen   Hafen laufen

Die dunkle Gestalt geht um, mysteriös – Mannschaft nervös
Es wird Zeit für den nächsten Hafen, den nächsten Halt – es wird bezahlt
Unaufhaltsam nagt die Zeit, es ist soweit – schon lange bereit
Die Flagge auf Halbmast, Kurs Südwest – halt Dich gut fest.

Stunden, Tage, Jahre auf dem Sonnendeck,
selten – ,  mal was – , selten mal was durchgecheckt
Alles hat –  seine Zeit – , alles kommt und geht vorbei
Das geht richtig nach vorn, vor uns ist alles ist frei
Nur dann und wann  in einen   Hafen laufen

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Der Mann im Fernsehen berichtet beständig von Viren, Gift und Krieg. Doch Lucy träumt sich fort. Für sie gehen all diese Nachrichten und Bilder im unendlichen Rauschen der Belanglosigkeit unter. Sie ist von alledem so müde.

Müde

Lucy schläft im warmen weichen Sand am Strand,
und erfrischt sich dann im kühlen  Meer
Es ist ihr  angenehm, Fragen lässt sie nicht zu
Sie hat ihre Ruh´

Sie träumt bunte Geschichten,
der Blütenduft der betört sie so sehr
Es ist ihr so , es ist ihr so   angenehm,
Sie hat ihre Ruh´

Es ist ihr  angenehm, Fragen lässt sie nicht zu
Sie braucht ihre Ruh´

Sie liegt warm und weich auf ihrem Kissen,
entspannend und still
Es ist ihr so , es ist ihr so   angenehm,
Sie hat ihre Ruh´

Es ist ihr  angenehm, Fragen lässt sie nicht zu
Sie braucht ihre Ruh´

Da wo der Himmel die Erde küsst
wird jeder Sinn zu feinem Staub
Sie hört immer nur von Viren, Gift und Krieg
das macht sie müde und taub

Aus dem Feuer in der Ferne hört sie einen Ruf
Notschalter aus – aus
Es ist ihr so , es ist ihr so   angenehm,
macht beiden Augen zu

Es ist ihr  angenehm, Fragen lässt sie nicht zu
Sie braucht ihre Ruh´

Da wo der Himmel die Erde küsst
wird jeder Sinn zu feinem Staub
Sie hört immer nur von Viren, Gift und Krieg
das macht sie müde und taub

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Jan fuhr mal zur See und bekam Besuch von einem Rüpel. Er kam mit großem Geschrei und Getue, und doch war schnell wieder verschwunden. All zu viel ging nicht in die Brüche.

Klabautermann (Text: Sandra Lindemann)

Jan fuhr zur See, er hat ihn getroffen
Vor Schiss hat er sich  mit Rum voll gesoffen
Das Wetter war eisig, der Gast aus dem Meer
fiel über Nacht über Seemänner her

Er stieg aus dem Wasser, direkt auf die Bohlen
Tanzt´ auf der Reling, fing an zu johlen
Jan und seine Mitmatrosen
Hörten ängstlich sein schauriges Tosen

Keiner wusste, was wird er treiben
Werden wir heut Nacht am Leben bleiben

Na na na..

Die Luft roch nach Salz, der Mast knarrte laut
Er war auf der Suche nach seiner Seebraut
Sein Brüllen so laut, dass di Rumfässer bebten
Das war schon hart, was die Männer erlebten

Er peitschte die Wellen, das Schiff tanzte wild
Sein Lachen, sein Donnern, ein schauriges Bild
Er schlug Eisenketten wütend auf´s Deck
Zerriss noch ein Segel, dann war er weg

Keiner wusste, was wird er treiben
Werden wir heut Nacht am leben bleiben

Na na na..

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Irgendwann kommt er, der Hunger auf Angriff. Dann sind die Krallen geschärft. Komm doch, wenn Du Dich traust.

Das Raubtier

Der rote Vorhang fällt,
die Vernunft weggesperrt,
Worte wollen raus,
die Wahrheit wird verzerrt
Die ganze Welt in Gläsern,
die Deckel zugeschraubt,
nach der Wut kommt der Zorn,
das Raubtier in mir faucht
kommt aus meinem Käfig raus
krallt sich fest in deiner Haut,
frisst dich auf, frisst dich auf, frisst dich auf
Blackout

Nach einer Weile folgt die Stille,
nach einer Weile wird es warm
Nach einer Weile kommt Vertrautheit,
Du nimmst mich wieder in den Arm
Verweilen öffnet die Augen,
wie ein Fenster und schafft Licht
Es ist die Ruhe, die schwindet,
wenn erst der Schatten das Licht durchbricht

Heut ist ein Tag zum Sterben,
ein wirklich guter Tag
Heute mach ich´s wahr,
hol aus zum Gegenschlag
Weiß wirklich nicht,
ob ich lachen oder heulen soll
Plötzlich nur noch Scherben,
und doch so sehnsuchtsvoll
komm aus deinem Käfig raus
krall dich fest in meiner Haut,
friss mich auf, friss mich auf, es frisst uns auf
Blackout

Nach einer Weile folgt die Stille,
nach einer Weile wird es warm
Nach einer Weile kommt Vertrautheit,
Du nimmst mich wieder in den Arm
Verweilen öffnet die Augen,
wie ein Fenster und schafft Licht
Es ist die Ruhe, die schwindet,
wenn erst der Schatten das Licht durchbricht

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Poser versuchen sich provozierend zur Schau zu stellen, um andere besonders zu beeindrucken. Jan beginnt Gefallen am Posen zu finden und Lucy meint: Jan,

Zieh den Stecker

Immer Vollgas, immer geradeaus
Immer den  Blinker links, auf Teufel komm raus
Immer voll in das Gesicht, immer auf dem Weg nach vorn,
Immer volle Pulle, immer auf die Ohr´n

Nie den Fuß auf der Bremse, Kompromisse nie gemacht
Mit Bestand selbst der Nächste, an hinten nie gedacht
Verstand kommt von verstehen, das ist ja wohl klar
Jan, reicht Dir denn Geschwindigkeit etwa?

Jan, Du wünscht uns das bessere Zeiten kommen
Doch Zeit, ja Zeit wird immer  nur genommen

Zieh den Stecker und renn’ , schalt den Strom ab
Komm wieder runter, cool down und relax
Werd’  zufrieden, hör auf mit Posen
Aus der Ruhe kommt Kraft und auf Kraft folgt Respekt

Renn’ , schalt den Strom ab
Komm wieder runter, cool down und relax
Werd’  zufrieden, hör auf mit  Posen
Aus der Ruhe kommt die Kraft

Nie zufrieden, immer auf der Hut
Niemals Stillstand, niemals ist alles wirklich gut
Niemals weichen, auch nicht einen kleinen Schritt zurück
Immer auf der Suche nach dem Glück

Auf dem Weg nach Westen, am Yukon liegt kein Schnee
Kommst mir vor wie ein Junkie, auf einer Odyssee
Du brauchst so viel von allem, doch es fehlt Dir an Gefühl
Jan, ich hab große Angst, es wird kühl

Jan, Du wünscht uns das bessere Zeiten kommen
Doch Zeit, ja Zeit wird immer  nur genommen

Zieh den Stecker und renn’ , schalt den Strom ab
Komm wieder runter, cool down und relax
Werd’  zufrieden, hör auf mit Posen
Aus der Ruhe kommt Kraft und auf Kraft folgt Respekt

Renn’ , schalt den Strom ab
Komm wieder runter, cool down und relax
Werd’  zufrieden, hör auf mit  Posen
Aus der Ruhe kommt die Kraft

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Menschen wurden erschaffen um geliebt zu werden.
Dinge wurden erschaffen um benutzt zu werden.
Leider werden heute Dinge geliebt und Menschen benutzt.
Aber heute ist heute und
Gestern war

Du, ich denk’ gerade an Dich
Und wie es früher war
Eigentlich war’s ja eine sehr schöne Zeit
Irgendwie so…so langsam
Irgendwie schön
Mit dem  Holzspielzeug unterm Baum
Einfach toll

Tja die Geschenke und die Freude
Freude die das ganze Jahr anhielt
Ich hätte zerspringen können vor Glück
Mit jedem neuem Spielzeug
So ist es immer noch,  Jahr für Jahr
Ich spüre schon wie die Spannung steigt

Ein Schritt zurück, ´denkst der Blick wird  klar
Glaub´ mir mein Freund, dass  Gestern mal war
Zügig voran, von früh bis spät
Dein Gestern hat der Zeitsturm verweht.
Ein Schritt nach vorn, mach´ es Dir leicht
Glaub mir mein Freund gestern bleibt  unerreicht
Heute heißt Sein, gestern ist Schein

Und ja, irgendwie bin ich dann doch jetzt satt
Hab alles, alles, auch das was ich nie wollte
Besitz belastet ist vielleicht doch nicht nur irgendein so blöder Spruch
Wir haben alle viel zu lange viel zu viel  genommen,
alles das was wir glauben sollen, nehmen zu müssen.

Ein Schritt zurück, ´denkst der Blick wird  klar
Glaub´ mir mein Freund, dass  Gestern mal war
Zügig voran, von früh bis spät
Dein Gestern hat der Zeitsturm verweht.
Ein Schritt nach vorn, mach´ es Dir leicht
Glaub mir mein Freund gestern bleibt  unerreicht
Heute heißt Sein, gestern ist Schein

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In der Lebensmitte macht Jan eine Krise schwer zu schaffen. Er nennt es das Käfigsyndrom. Jan hat das Gefühl alles gegeben zu haben. Er ist leer. Er will nur noch weg. Der Startschuss heißt Sehnsucht. Er macht sich auf die Suche nach einem neuen Beginn und lernt schmerzhaft, dass Beginn und Ende nur Kinder der Phantasie sind. Und sie ist schmerzhaft,

Die Lektion

Hier drin ist es stickig, hier drin ist eng
Die Kälte schlägt durch, der Winter wird streng
Hab´ vieles  gegeben, hör Dich leise schnurr´ n
Bin endlich mal satt,  kein Tatendurst
Die Luft ist raus

Ich habe im Leben, immer nur gegeben
Viel geschenkt, glaub mir, hab´ ich gern getan
Und nun ist es  Zeit, auch mal was zu nehmen
Ich nehm´ mir nur Freiheit, ich glaub´ das reicht
Ich – bin –   sicher –  dass

hier  noch was geht, hier ist noch nicht Schluss
Das ich die Welt weiterdreh, der Startblock aus Sehnsucht, ich höre den Schuss
Ich bin dann mal weg, den Kopf schön hoch
Und ab durch die Mitte, aber ich liebe Dich doch

Die Wege so weit, ich leg´ eine Spur
Ich leg´ sie für mich und ich leg´ sie für Dich
An einer Schnur sind wir verbunden, hoffentlich
Komm und hol mich ab, es ist jämmerlich ohne Dich
Ich – bin –   sicher –  dass

hier  noch was geht, hier ist noch nicht Schluss
Das ich die Welt weiterdreh, der Startblock aus Sehnsucht, ich höre den Schuss
Ich bin dann mal weg, den Kopf schön hoch
Und ab durch die Mitte, aber ich liebe Dich doch
Bin schon auf Tour, auf und davon
Habe lang gebraucht, für meine Lektion
Für meine Lektion, für meine Lektion
Hab lange gebraucht, für meine Lektion

Für meine Lektion, für meine Lektion
Hab lange gebraucht, für meine Lektion
Für meine Lektion, für meine Lektion
Hab lange gebraucht, für meine Lektion

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Erstens kommt es besser und zweitens als Du denkst, sagt Lucy. Positiv denken ist in Ordnung, solange Du nicht in naiven Optimismus verfällst.
Du bist mein Künstler.

Der Künstler

Du bist mein Künstler, Du bist mein Held
Es ist nur Dein Spiel mit Worten, das mir nicht gefällt
Deine   Palette, so richtig kunterbunt
Doch viel zu oft,  die  Lebenslust  im Untergrund
Du malst so gerne,  mit schwarz und  grau
Vielleicht kommt er ja doch noch, Dein ständig prophezeiter  Super-GAU

Nagel doch deinen Teufel an die Wand
Übergieß´ ihn mit Benzin und steck  ihn dann in Brand
Wärm deine müden Knochen am Feuer
Von diesem verfluchten schwarzen Ungeheuer

Dein Blick so  frei, Dein Blick geradeaus
Doch Dein Blick nach vorn, der verrät es  dann,  Deine Unsicherheit
Mal ihn doch  mit bunten Farben an
Oder setz die bunte Brille auf und lass dem Leben seinen Lebenslauf
Fürchte Dich nicht vorm letzten Gericht
Es kommt wie es kommt und es kommt garantiert, ob Du es  willst oder nicht

Nagel doch deinen Teufel an die Wand
Übergieß´ ihn mit Benzin und steck  ihn dann in Brand
Wärm deine müden Knochen am Feuer
Von diesem verfluchten schwarzen Ungeheuer

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Alle wollen was von Dir, Dein Freund, Deine Mutter und Deine sonstigen Verwandten – Facebook, Twitter und Whatsapp –  Aldi, Lidl und Netto – das Finanzamt, Dein Chef und der Pastor. Es wäre doch toll mal ein Stück des Weges allein zu gehen. Es wäre

So einfach, so schön

Du fragst mich was machst du denn gleich
Lässt mich nicht mehr aus den Augen
Setzt Deine Spione  auf mich an
Werd´ erwachsen und mach dich  frei

Es ist so, es ist so schön, mal ein Stück allein zu gehen
So einfach, so schön – einfach wunderschön
Es ist so, es ist so schön, mal ein Stück allein zu gehen
So einfach, so schön – einfach wunderschön

Die Welt ist rund und  dreht sich links herum
Das tut sie von alleine
Dazu braucht sie deine Geister nicht
Mach´ die Augen auf und leb´.

Es ist so, es ist so schön, mal ein Stück allein zu gehen
So einfach, so schön – einfach wunderschön
Es ist so, es ist so schön, mal ein Stück allein zu gehen
So einfach, so schön – einfach wunderschön

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Jan hat viel zu viel Mut. Er lässt sich nicht verbiegen, er hat selbst in der Hand, wohin die Reise geht. Er sagt mein Lebensweg ist

Meine Wahl

Dunkle Gedanken, stumme Gespenster.
Leere Gesichter, hinter dem Fenster
Kafka und Orwell, die Waisenknaben.
Der goldene Reiter, fängt an zu traben.

Was ich auch tu‘, es ist niemals genug.
Etwas daran zu ändern, dazu fehlt mir wohl der Mut.
„Was wäre wenn…“ es ist doch schon längst zu spät.
Raff‘ mich kaum auf, egal woher der Wind auch weht.

Bleib mir vom Leib, mit Deinem Glauben.
Willst Du mir, das Denken erlauben.
Halte Dich selbst, an Deine Normen.
Ob sie was wert sind, das sehen wir morgen.

Ich tu‘ was ich tu‘, mir reicht es allemal.
Was Du von mir denkst, ist mir doch schon längst egal.
Ich bin wie ich bin, ich hatte da keine Wahl.
Ich bin wie ich bin, ihr habt da keine Wahl.

Denk was Du willst, ich bin mir selbst genug.
Ich werd‘ mich nicht ändern, ich habe viel zu viel Mut.
„Was wäre wenn…“ es ist doch nie zu spät.
Ich hab es in der Hand, wohin die Reise geht.

Denk was Du willst, ich bin mir selbst genug.
Ich werd‘ mich nicht ändern, ich habe viel zu viel Mut.
„Was wäre wenn…“ es ist doch nie zu spät.
Ich hab es in der Hand, wohin die Reise geht.

Laute Gedanken, bunte Gespenster.
Pfeifen und Trommeln, vor meinem Fenster…

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Lucy erklärt Jan die Sache  mit ihren Träumen. Sie träumt von Schmetterlingen, vielen Schmetterlingen in vielen Farben. Jede Farbe beschreibt ihre Liebe anders. Der Schwarm startet tief in ihrem Inneren und umkreist sie später beide ,scheinbar in Ewigkeit verbunden. Es ist der

Der Flug der Schmetterlinge

Schmetterlinge im Bauch, ich glaub´ es sind tausende
Das Glück hoch dosiert trifft mein unbeschwertes Leben
Ich hab´ die Haftung verlor´n, gebrochen sind alle Widerstände
Das hab´ ich so nicht gekannt, hab´ ich so nicht gewollt, dieses Schweben

So´n Kribbeln im Bauch , so´n Kribbeln bringt mich aus dem Takt
so bunt und so fein, absolut im Gleichgewicht
ein Farbenmeer, sehr fragil und doch so kompakt
ein Glitzern, ein Flimmern, die Flügel streicheln das Licht

Angenehm – vibriert die Luft in Farben
Angenehm – süß wie Honigwaben
Süßes Gift – ich spür´ die Flügel schlagen
Der Flug beginnt – jetzt und hier

Die Farbe der Freude
Die Farbe der Liebe
Die Farbe der Lust

Die Farbe der Treue
Die Farbe der Sehnsucht
Die Farbe des Glücks

Die Farbe Vertrauen
Die Farbe Verletzt sein
Die Farbe der Wut

Die Farbe der Sorge
Die Farbe von Schmerz
Und die Farbe des Muts

Alle meine Träume sind auf der Reise zu dir
Unter meiner Haut ist ein Meer aus nichts
Jetzt gerade bin ich wohl das perfekte Beutetier
Ich verweile in Demut und totalem Verzicht, enttäusche mich nicht

Angenehm – vibriert die Luft in Farben
Angenehm – süß wie Honigwaben
Süßes Gift – ich spür´ die Flügel schlagen
Der Flug beginnt – jetzt und hier

Die Farbe der Freude
Die Farbe der Liebe
Die Farbe der Lust

Die Farbe der Treue
Die Farbe der Sehnsucht
Die Farbe des Glücks

Die Farbe Vertrauen
Die Farbe Verletzt sein
Die Farbe der Wut

Die Farbe der Sorge
Die Farbe von Schmerz
Und die Farbe des Muts

Angenehm – vibriert die Luft in Farben
Angenehm – süß wie Honigwaben
Süßes Gift – ich spür´ die Flügel schlagen
Der Flug beginnt – jetzt und hier

Die Farbe der Freude
Die Farbe der Liebe
Die Farbe der Lust

Die Farbe der Treue
Die Farbe der Sehnsucht
Die Farbe des Glücks

Die Farbe Vertrauen
Die Farbe Verletzt sein
Die Farbe der Wut

Die Farbe der Sorge
Die Farbe von Schmerz
Und die Farbe des Muts

Bon Voyage, ich wünsch´ uns eine gute Reise
Mit Leichtigkeit, die Stiefel festgeschnürt
Komm flieg mit mir, Komm flieg mit mir

Stell Dir vor, uns´re Träume können fliegen
Wir nehm´n sie mit, egal wohin
Komm flieg mit mir, Komm flieg mit mir
Ich flieg´ mit Dir , flieg´ – Du mit – Du mit – Du mit mir

Auf dem Flug nach irgendwo
Im freien Fall nach vorn
Wie Schmetterlinge auf dem Flug
Die Leichtigkeit tut gut
Du machst mir immer Mut

Bon Voyage, ich wünsch´ uns eine gute Reise
Mit Leichtigkeit, die Stiefel festgeschnürt

Auf dem Flug nach irgendwo
Im freien Fall nach vorn
Wie Schmetterlinge auf dem Flug
Die Leichtigkeit tut gut
Du machst mir immer Mut

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Lucys Freundin ist alleinerziehend und hält sich mit Minijobs über Wasser. Doch bleibt am Ende des Tages nichts übrig.
Am Ende des Lebens sowieso nichts. Die Würde des Menschen bleibt auf der Strecke.
Es sind

Harte Tage

Schon wieder die Nacht wach gelegen
gegen Dämonen gekämpft
Wieder dunkle Schatten zerbissen
mit Wut Berge gesprengt
Dunkle Ränder unter den Augen
böse Gedanken dahinter
Im Kopf beständig Rebellion
im Herz harter Winter

Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Mit dem Fahrrad zur Arbeit – arschkalt,
wieder Regen von vorn
nach dieser Nacht schon fast erfrischend,
sie ist allein mit ihrem Zorn
Sie denkt an die Kleine und an Hartz vier,
ihre Planung sah was anderes vor
Sie wünscht sich weit weg, doch das Paradies
hat dicke Ketten am Tor

Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Schon wieder zu spät, sie fühlt sich zum kotzen,
der Chef kennt keinen Humor
Den Verstand formatiert und dann ab ins Laufrad,
und wieder stellt sie sich vor
Wie es wäre einfach loszurennen und
weg und weg und weg
In der Fettpfanne braten die Hamburger,
es riecht nach verbranntem Speck

Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Harte Tage, harter Stoff
Harte Tage, harter Stoff
Hart im Nehmen, harter Stoff
Harte Tage, harter Stoff

Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

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Lucy, ich liebe Dich, solange ich leb.

Solange ich leb´

Aufeinander eingeschwor´n
Miteinander gekämpft
Ineinander verwebt
Wut mit Mut gedämpft

Zusammen gerauft
Zusammen versteckt
Löcher gestopft
Aber immer Respekt

Solange ich leb´ solange ich leb´
Solange ich leb´ solange ich leb´

Niemals alt geworden
Niemals ergraut
Nie die Jugend verteufelt
Immer auf Zukunft gebaut

Der Blick nach vorn
Der Blick geradeaus
Keine Angst vor Fremden
Bescheiden, bitte keinen Applaus

Solange ich leb´ solange ich leb´
Solange ich leb´ solange ich leb´

Immer viel gelacht
Immer gleich zur Stelle
Immer drauf verlassen
Manchmal auch die große Welle

Heute nicht mehr abgehoben
Beide Beine auf dem Boden
Anspruchslos zufrieden
Nur noch schöne Episoden

Solange ich leb´ solange ich leb´
Solange ich leb´ solange ich leb´, solange ich leb´

Solange ich leb´ solange ich leb´
Solange ich leb´ solange ich leb´

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Jan besucht Lucy ein letztes Mal. Er sieht in ihre traurigen, braunen Augen und glaubt eine Leinwand zu sehen, auf der ein Film läuft. Der Film, ein Lebenswerk nähert sich unaufhaltsam dem Showdown. Sie soll in Würde leben und zwar

Bis zum Schluss

Der feuchte Blick irgendwo zwischen
trostlos und nichts endlose Zeitreise
Das Gestern als Rätsel unlösbar schwer
buntes Mosaik füllt ihr den Raum

Sie will nicht allein sein, doch sie ist so allein
mit sich im Reinen sein den Koffer fest in der Hand
die Welt verlassen, Neuland vor der Tür
es bleibt spannend hier spannend bis zum Schluss

Sie will leben, leben bis zum Schluss
Würde erleben – sie weiß  genau was kommen muss
nicht allein im Schicksal, geht tapfer voran, sie
will diesen Tag leben bis zum Schluss

Der Blick hin zum Fenster es scheint ein warmes Licht
klare Momente    wenn das Herz zu ihr spricht
Ein letzter lieber Kuss, ein letztes Hallo
es ist doch schön hier hier und anderswo

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