Lucys Freundin ist alleinerziehend und hält sich mit Minijobs über Wasser. Doch bleibt am Ende des Tages nichts übrig.
Am Ende des Lebens sowieso nichts. Die Würde des Menschen bleibt auf der Strecke. Es sind

Harte Tage

Schon wieder die Nacht wach gelegen
gegen Dämonen gekämpft
Wieder dunkle Schatten zerbissen
mit Wut Berge gesprengt
Dunkle Ränder unter den Augen
böse Gedanken dahinter
Im Kopf beständig Rebellion
im Herz harter Winter
Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Mit dem Fahrrad zur Arbeit – arschkalt,
wieder Regen von vorn
nach dieser Nacht schon fast erfrischend,
sie ist allein mit ihrem Zorn
Sie denkt an die Kleine und an Hartz vier,
ihre Planung sah was anderes vor
Sie wünscht sich weit weg, doch das Paradies
hat dicke Ketten am Tor
Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Schon wieder zu spät, sie fühlt sich zum kotzen,
der Chef kennt keinen Humor
Den Verstand formatiert und dann ab ins Laufrad,
und wieder stellt sie sich vor
Wie es wäre einfach loszurennen und
weg und weg und weg
In der Fettpfanne braten die Hamburger,
es riecht nach verbranntem Speck
Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut

Harte Tage, harter Stoff
Harte Tage, harter Stoff
Hart im Nehmen, harter Stoff
Harte Tage, harter Stoff
Es muss sich was ändern,
es muss sich was tun
Harte Tage sind auf Dauer nicht gut